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Dezember 2007
Tiere sind kein Spielzeug – bitte Finger weg von lebendigen Weihnachtsgeschenken!
Seit Erscheinen des beliebten Animationsfilms „Ratatouille“ stehen Ratten ganz oben auf der Wunschliste vieler Kinder (ebenso wie es der Dalmatiner war, als der Film „101 Dalmatiner“ in die Kinos kam). Ratten sind jedoch für Kinder nicht die geeigneten Haustiere und: Tiere dürfen keine Überraschungsgeschenke zu Weihnachten sein. Schließlich übernehmen Tierfreunde Verantwortung für ein Lebewesen, das die Familie ein Leben lang begleitet. Zudem sind für Tier und Mensch die Weihnachtstage oft mit Stress und Trubel verbunden. Daher sind diese Tage eine ungünstige Zeit, um sich an ein neues Familienmitglied zu gewöhnen.
Wer sich nach reiflicher Überlegung für einen tierischen Hausgenossen entscheidet, der ist gerne bei uns im Tierheim gesehen. Hier warten derzeit rund 60 Hunde, mehr als 100 Katzen sowie Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen sowie auch Vögel auf ein gutes Zuhause.
Viele der einst ersehnten und zunächst geliebten Tiere werden schon nach kurzer Zeit bei uns im Tierheim abgegeben, oder schlimmer noch – irgendwo ausgesetzt. Ein Tier kann das Familienleben bereichern, die Entscheidung soll aber wohl überlegt sein. Ein Vierbeiner ist schließlich kein Spielzeug, das man bei Nichtgefallen umtauschen kann, sondern ein Lebewesen mit Bedürfnissen, das respektvollen Umgang verdient.
Gemeinsam sollten Eltern und Kinder sich gewissenhaft überlegen, was für Vorstellungen sie haben, und, ob diese mit den Bedürfnissen der Tiere zu vereinbaren sind. Sie sollten sich bewusst sein, dass ein Tier Pflege, Fürsorge und vor allem viel Zeit benötigt. Hierzu gehören neben täglicher Fütterung und Spaziergang auch Pflege und Hygiene. Tiere verursachen nicht zu unterschätzende Kosten durch Futter und tierärztliche Betreuung. Auch ein Blick in den Mietvertrag und ein Ausschließen von Tierhaarallergien aller Familienmitglieder kann späteren Ärger für Mensch und Tier vermeiden helfen.
Wir raten, das neue „tierische Familienmitglied“ vom Trubel der Festtage fernzuhalten. Für ein Tier, das sich in die neue Umgebung eingewöhnen soll, kann das puren Stress bedeuten.
Der Tipp: Legen Sie stattdessen artgerechtes Zubehör unter den Baum und nehmen Sie das Tier erst nach den Feiertagen auf.
Unsere Mitarbeiter/-innen und ehrenamtlichen Helfer beraten Tierfreunde gerne und helfen Interessenten bei der Wahl des richtigen Haustieres.
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