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Kleintiere, wie z. B. Kaninchen, leiden oft stumm. Sie zeigen Schmerzen und Unwohlsein längst nicht so deutlich, wie etwa Hund oder Katze. Dennoch gibt es gewisse Punkte, die ein verantwortungsbewußter Besitzer, bei regelmäßigem Kontakt zu seinem Tier, nicht übersehen kann. In diesem erschreckenden Zustand, wurde das unten abgebildete Kaninchen bei uns im Tierheim abgegeben. Die Krallen durch nicht artgerechte Haltung so lang, daß sie es daran hinderten, sich auf normale Weise fortzubewegen. Die Analregion total verklebt und verschmutzt. Ob es Gewissenlosigkeit oder Desinteresse ist, ein Lebewesen auf diese Weise vor sich hinvegetieren zu lassen, mag dahingestellt sein. Wir appellieren daher an alle Kaninchenbesitzer: Kontrollieren Sie Ihr Tier regelmäßig auf Auffälligkeiten. Lieber ein Mal zu viel zum Tierarzt als einmal zu wenig. Futterverweigerung liegt oft an zu langen, schief gewachsenen Zähnen. Wenn Ihr Kaninchen nicht mehr so aktiv hoppelt, hat es evtl. zu lange Krallen. Dies kommt besonders bei reiner Zimmerhaltung vor. Lassen Sie hier beim Tierzarzt regelmäßig die Krallen kürzen und sich zeigen, wie Sie dies im Bedarfsfall auch selbst erledigen können. Lassen Sie den Tierarzt bei dieser Gelegenheit auch die Zähne kontrollieren. Bei einem artgerechten Außengehege mit abwechslungsrecher Fütterung und genügend Nagemöglichkeiten, entstehen o.g. Probleme nur selten. Überlegen Sie vor der Anschaffung eines solchen Tieres, ob Sie ihm wirklich ein artgerechtes Zuhause bieten können, damit Fälle wie dieser der Seltenheit angehören. Denken Sie zuerst immer an das Wohl des Tieres und bedenken Sie besonders jetzt, kurz vor Ostern: Tiere sind kein Spielzeug!
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